Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene Auszeichnung: TOP Rehaklinik 2017 Neurologie

Schwehr und Teufel zu Besuch

22.04.2014

Landtagsabgeordnete informieren sich aus erster Hand

Es herrschte Postkartenwetter, als Marcel Schwehr und Stefan Teufel, beide seit 2006 für die CDU im Stuttgarter Landtag, die BDH-Klinik Elzach zu einem Arbeitsgespräch besuchten. Teufel, der gesundheitspolitischer Sprecher der Union ist, und Schwehr informierten sich aus erster Hand über die Entwicklungen an der renommierten Elzacher Klinik. Daniel Charlton, Geschäftsführer der Klinik am Tannwald, Professor Claus-W. Wallesch, Ärztlicher Direktor, und Pflegedienstleiter Jürgen Muser führten die Gäste durch die Klinik und erörterten aktuelle Fragen der medizinischen Versorgung.
Als neurologisches Sanatorium für Kriegshirnverletzte vor über einem halben Jahrhundert gegründet, ist die deutschlandweit bekannte Klinik in den letzten Jahren zum größten baden-württembergischer Einzelstandort für die neurologische Frührehabilitation gewachsen. Gerade schwer- und schwerstbetroffene Patienten, darunter auch komatöse, beatmungspflichtige oder desorientierte Menschen, werden hier mit enormem Einsatz auf ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Dabei ist der mit dem Case-Mix-Index gemessene Schweregrad der Patienten einer der höchsten in Baden-Württemberg. „Die Anzahl der Belegungstage im Akutbereich hat sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt“, illustrierte Daniel Charlton die Entwicklung der Klinik.
Schwehr und Teufel, die sich von Prof. Wallesch unter anderem die Behandlungsmöglichkeiten auf der neu aufgebauten Beatmungsstation erläutern ließen, zeigten sich beeindruckt von der Kompetenz, mit der in der Klinik am Tannwald auch schwer betroffenen Menschen Perspektiven zur Teilhabe ermöglicht werden. Dabei wies Wallesch darauf hin, dass trotz des deutlich gestiegenen Anteils der Akutmedizin Elzach auch in Zukunft für eine durchgehende Rehakette in der neurologischen Rehabilitation stehen und Angebote für alle Schweregrade vorhalten werde.

Allgemeine Übereinstimmung bestand bei der Einschätzung, dass angesichts der Fortschritte in der Akut- und Intensivmedizin und der demographischen Entwicklung bei fachplanerisch ermitteltem Bedarf das Behandlungsangebot der BDH-Klinik auch in den folgenden Jahren weiter steigen wird. Bereits jetzt ist die Klinik voll ausgelastet, dieser Erfolg stellt jedoch zugleich eine Herausforderung in Form von räumlichen, aber auch personellen Kapazitätsgrenzen dar. So scheint eine weitere bauliche Erweiterung unumgänglich zu sein, für die Stefan Teufel Unterstützung der CDU-Fraktion zusagte.

Die Akquise von qualifiziertem Personal beschäftigt in ganz Südbaden die Unternehmen. Die BDH-Klinik Elzach bildet hier keine Ausnahme. An der Klinik spürt man vor allem den Mangel an Fachpflegekräften deutlich: „Es wird immer schwieriger, qualifiziertes Pflegepersonal zu finden. In einzelnen Bereichen, etwa bei der Intensiv- oder Beatmungspflege, ist der Arbeitsmarkt sehr angespannt“, schätzte Daniel Charlton die Situation ein. Der Geschäftsführer stellte das erfolgreiche hauseigene Recruitment-Projekt „Leben und Arbeiten über Grenzen hinweg“ vor, bei dem mittlerweile fast 20 Fachpflegerinnen und – pfleger aus Italien gewonnen werden und im Deutschen geschult werden konnten. Marcel Schwehr wies in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig es sei, Elzach als familienfreundlichen Standort mit bezahlbaren Wohnmöglichkeiten und guter Anbindung an den ÖPNV zu stärken.

v.l.n.r: MdL Marcel Schwehr, MdL Stefan Teufel, Sabine Liebmann, Geschäftsführer Daniel Charlton, PDL Jürgen Muser, Ärztlicher Direktor Prof. Claus-W. Walleschzoom
v.l.n.r: MdL Marcel Schwehr, MdL Stefan Teufel, Sabine Liebmann, Geschäftsführer Daniel Charlton, PDL Jürgen Muser, Ärztlicher Direktor Prof. Claus-W. Wallesch
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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