Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene Auszeichnung: TOP Rehaklinik 2017 Neurologie

MdB Weiß besucht BDH-Klinik

02.02.2016

Politisches Arbeitsgespräch mit Klinikleitung

Die BDH-Klinik Elzach hat in den letzten Jahren ihre Behandlungskapazitäten kontinuierlich erweitert und ist zum größten Einzelstandort für neurologische Frührehabilitation in Baden-Württemberg und mit über 500 Mitarbeitern zum größten Arbeitgeber des oberen Elztals geworden. Hier informierte sich Peter Weiß, seit 1998 für die CDU im deutschen Bundestag, im Gespräch mit Geschäftsführer Daniel Charlton und Prof. Claus Wallesch, dem Ärztlichen Direktor, aus erster Hand über neue Entwicklungen an der BDH-Klinik. Weiß zeigte sich vom Wachstum, der Innovationskraft und der positiven Entwicklung der BDH-Klinik Elzach, die vor allem bei der kompetenten Versorgung von schwer- und schwerstkranken Patienten zu den führenden Einrichtungen in Deutschland zählt, beeindruckt und konnte bei einem Klinikrundgang neu ausgebaute Bereiche wie Beatmungsstationen mit Intensivüberwachung auf dem neuesten Stand der Medizintechnik in Augenschein nehmen.

Bettenerweiterung notwendig

Politischen Handlungsbedarf signalisierte die Klinikleitung vor allem bei der dringend notwendigen Bettenerweiterung. Für die Versorgung schwer- und schwerstkranker neurologischer Frührehapatienten gibt es in der Region keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Diese Rolle als regionaler Vollversorger beinhalte die Verpflichtung, Patienten aller neurologischen Krankheitsbilder aller Schweregrade auch aufnehmen zu können. Umso wichtiger sei es, den auch vom Land bereits als dringend erforderlich anerkannten Neubau eines Bettenhauses zügig voran zu treiben. Die aktuellen Verzögerungen der Landesplanung in der neurologischen Frührehabilitation seien, so Wallesch, eine potenzielle Gefährdung für die adäquate medizinische Versorgung der regionalen Bevölkerung.

Auswirkungen des Krankenhausstrukturgesetzes

Auch die Auswirkungen des Krankenhausstrukturgesetzes, seit Beginn dieses Jahres in Kraft, standen auf der Agenda. Die Klinikleitung dankte Weiß für die politische Unterstützung bei der Sicherung der Gesundheitsversorgung und bewertete das neu eingerichtete Pflegestellen-Förderprogramm grundsätzlich positiv. Der Versorgungszuschlag von 500 Millionen Euro wird ab 2017 durch einen Pflegezuschlag ersetzt, wodurch Krankenhäuser einen Anreiz erhalten sollen, eine angemessene Pflegeausstattung vorzuhalten. Die BDH-Klinik Elzach habe aber, betonte Charlton, schon vor anderen Krankenhäusern reagiert und auch ohne finanzielle Anreize in den letzten Jahren bereits neue Pflegestellen geschaffen. Kritisch merkte er zudem an, dass der vorgesehene Fixkostendegressionsabschlag, eine Art Mengenrabatt, den Krankenhäuser auch bei medizinisch dringend erforderlichen Leistungssteigerungen gewähren sollen, zu großen finanziellen Belastungen führe. Die Annahme, man könne zusätzliche Leistungen im Krankenhaus durch Größenspareffekte bis zu 65% günstiger erbringen, sei falsch, so Charlton. Gute Medizin werde nun einmal von qualifiziertem Personal erbracht und eine mangelnde Kostenerstattung zusätzlicher notwendiger Leistungen führe damit gesetzlich gefordert zu einer weiteren deutlichen Leistungsverdichtung. Angesichts des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen sei dies ein bedenkliches Signal.

Klinik auf einem guten Weg

Weiß würdigte in diesem Zusammenhang die Aus- und Weiterbildung an der BDH-Klinik Elzach. Insgesamt fast 30 Auszubildende sichern zukünftiges Fachkräftepersonal im Pflegebereich, ein hauseigenes Fortbildungsprogramm, großzügige Fort- und Weiterbildungsregelungen sowie ein hervorragendes Betriebsklima tragen dazu bei, dass trotz des angespannten Personalmarktes nicht nur die Leistungszahlen, sondern auch die Mitarbeiterschaft an der BDH-Klinik Elzach in den letzten Jahren nachhaltig gewachsen ist. Beide Seiten betonten abschließend die Wichtigkeit des gesundheitspolitischen Dialoges. Den setzt die BDH-Klinik diese Woche in zwei Arbeitsgesprächen fort: Alexander Schoch, für die Grünen im Stuttgarter Landtag, hat seinen Besuch ebenso angekündigt wie Marcel Schwehr und Stefan Teufel von der CDU.

v.l.n.r.: Prof. Claus Wallesch, MdB Peter Weiß, Geschäftsführer Daniel Charltonzoom
v.l.n.r.: Prof. Claus Wallesch, MdB Peter Weiß, Geschäftsführer Daniel Charlton
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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