Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene Auszeichnung: TOP Rehaklinik 2017 Neurologie

Goldene Momente in Rio

16.11.2016

Vortrag von Hans-Peter Durst

Als „Hero de Janeiro“ ging er nach seiner Fahrt zu Olympiagold mit abgebrochenem Sattel im Einzelzeitfahren bei den Paralympics 2016 in Rio in die Sportgeschichte ein, zwei Tage später holte Hans-Peter Durst auch noch die Goldmedaille im Straßenrennen.

Hans-Peter Durst auf der Strecke. Foto: Roland Weihrauch (dpa)zoom
Hans-Peter Durst auf der Strecke. Foto: Roland Weihrauch (dpa)

Nun war der Ausnahmeathlet, der nach einem unverschuldeten schweren Autounfall 1994, seit dem er unter Gleichgewichtsstörungen und eingeschränkter Koordination leidet, zum Paracycling kam, zur Regeneration und Rehabilitation in der BDH-Klinik Elzach, wo er im bis auf den letzten Platz besetzten Konferenzsaal der Klinik über die „Goldenen Momente von Rio“ berichtete.
Geschäftsführer Daniel Charlton und der Ärztliche Direktor der BDH-Klinik Elzach, Prof. Claus-W. Wallesch hießen Durst, der seit 24 Jahren selbst Mitglied des BDH Bundesverband Rehabilitation, des Trägers der Klinik ist, willkommen. Auch Roland Tibi, Bürgermeister von Elzach, eines ausgewiesenen Paracycling-Mekkas, hatte es sich nicht nehmen lassen, den Olympiasieger und sechsfachen Weltmeister persönlich zu begrüßen.
Die Zuhörer, unter ihnen viele, auch schwerbetroffene Patienten der Klinik erlebten eine spannende Stunde, packende Filmaufnahmen und einen Olympiasieger zum Anfassen, der seine Goldmedaillen im Publikum von Hand zu Hand gehen ließ.
Wie fühlt sich ein Doppel-Olypiasieger? „Ich bin immer noch im Freude-Modus, dieses herrliche Gefühl möchte ich auch gar nicht so schnell verblassen lassen“, bekannte Durst, um im selben Atemzug die Teamleistung, die seinen Triumph erst möglich gemacht hat, hervorzuheben. Immer wieder betonte Durst die Teamarbeit von Betreuern, Ärzten, Phyiotherapeuten, Technikern und das hervorragende Miteinander der Athletinnen und Athleten im deutschen Paracycling-Team, das insgesamt acht Goldmedaillen mit nach Hause nahm.
Ein Vorbild? Hans Peter Durst sieht sich „nicht als Vorbild, sondern als Mutmacher“. Diese Botschaft kam an: Durst hinterließ sichtlichen Eindruck bei den Zuhörern, insbesondere den Patientinnen und Patienten. Entsprechend viele gemeinsame Fotos wurden nach der Veranstaltung mit dem Radsportler geschossen.
Übrigens: neben anderen hervorragenden Athleten ist auch Hans-Peter-Durst bei der Wahl als „Sportler des Jahres“ in der Kategorie „Behindertensportler/in“ nominiert. Unter www.nrw-sportlerdesjahres.de kann man bis zum 1. Dezember noch abstimmen!

Hans-Peter Durst (Mitte) mit Geschäftsführer Daniel Charlton (li.) und dem Elzacher Bürgermeister Roland Tibi (re.)zoom
Hans-Peter Durst (Mitte) mit Geschäftsführer Daniel Charlton (li.) und dem Elzacher Bürgermeister Roland Tibi (re.)
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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