Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene Auszeichnung: TOP Rehaklinik 2017 Neurologie

Klinikkapelle eingeweiht

11.12.2012

Festakt in der Kapelle

Am 7. Dezember 2012 wurde ein langgehegter Traum der "Freunde und Förderer der BDH-Klinik e.V." Wirklichkeit : Der Förderverein übergab in einem Festakt die neuerrichtete Klinikkapelle der Klinik und ihrem Träger, dem BDH Bundesverband Rehabilitation. In seiner Ansprache ließ Eberhard Hirschbolz, spiritus rector und nimmermüder Motor des überaus ambitionierten Projekts, den langen Weg von der Idee zur Realisierung Revue passieren. Zwischenzeitlich, so Hirschbolz, sei der Wunsch, den "Raum der Stille" im Untergeschoß der Frühreha durch eine eigene Kapelle zu ersetzen, immer wieder auf Eis gelegen, zu gewaltig schien das Vorhaben für den kleinen Förderverein zu sein. Anläßlich des tragischen Todes von Nationaltorhüter Robert Enke und dem würdigen Gedenken an ihn in der Stadionkapelle von Schalke 04 habe er sich aber gedacht: "Was man auf Schalke hinbekommt, das werden wir auch schaffen!" Tatsächlich gelang es dem Förderverein, die Summe von weit über 100.000 Euro allein durch Spenden zusammenzubringen, Hirschbolz ließ es sich nicht nehmen, vielen Großspendern namentlich zu danken.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Eberhard Hirschbolz, dankte allen Spendern
Der Vorsitzende des Fördervereins, Eberhard Hirschbolz, dankte allen Spendern

Für das große Engagement erkenntlich zeigten sich auch Geschäftsführer Daniel Charlton und die aus Bonn angereiste Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation Ilse Müller in ihren Grußworten an das Festpublikum, in dem auch Bürgermeister Roland Tibi der Eröffnung beiwohnte. Auch der Architekt der Kapelle, Mario Eggen, zeigte sich erfreut, dass der Bau seiner Bestimmung übergeben wurde.

Gemeinsam mit den geladenen Gästen und Patienten zelebrierten Pfarrerin Barbara Müller-Gärtner und Diakon Josef Sonner eine Messe.

In den eigens gestalteten farbigen Glasfenstern des Münsterschwarzacher Glaskünstlers Pater Meinrad Dufner, eines gebürtigen Elzachers, besitzt der als Oval ausgelegte schlichte Bau einen überwältigenden Schmuck. In astronomisch anmutender, in Blau- und Rottönen gehaltener Motivik gestalten sie den Übergang von der Dunkelheit zum Licht, von der Verweiflung zur Hoffnung, vom Verlorensein in der Wucht des Schicksalsschlages zum Aufgehobensein in der Gnade Gottes. Denn in der Tat sind die rund 2000 kranken Menschen, die in Elzach jedes Jahr behandelt werden, durch ein Krankheitsereignis oder durch einen Unfall aus ihren vertrauten Lebensbezügen herausgerissen worden. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Mit den Mitteln der modernen Rehabilitationsmedizin wird alles versucht, diesen Menschen wieder ein möglichst selbstständiges und erfülltes Leben zu ermöglichen.
Aber Krankheit und Behinderung stürzen Menschen oft in eine existenzielle Krise, die viele Fragen aufwirft, Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind.
Die Seelsorger greifen die Fragen der Menschen, die wir behandeln auf, nehmen ihre Ängste, ihre Sorgen, ihre Erfahrungen von Krankheit und Behinderung wahr und gehen auf sie ein. Sie ermutigen Zweifelnde und sprechen ihnen Zuversicht zu.
Mit der Errichtung einer Klinikkapelle an der BDH-Klinik Elzach ist ein Ort entstanden, an dem diesen existenziellen Fragen, der Hoffnung, den Bitten und auch dem Dank für eine erfolgreiche Genesung ein Raum gegeben wird und wo in der Feier gemeinsamer Gottesdienste jeder sich in einer größeren Gemeinschaft aufgehoben fühlen kann.

Dr. Thomas Urbach

Die Bundesvorsitzende des BDH, Ilse Müller, bei ihrer Festansprache
Die Bundesvorsitzende des BDH, Ilse Müller, bei ihrer Festansprache
Die Klinikseelsorger, Pfarrerin Barbara Müller-Gärtner und Diakon Josef Sonner, zelebrieren den Festgottesdienst
Die Klinikseelsorger, Pfarrerin Barbara Müller-Gärtner und Diakon Josef Sonner, zelebrieren den Festgottesdienst
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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