Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene

Innovation in der Pflege

03.12.2010

Bei einem Festakt in der BDH-Klinik Elzach verlieh die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, das neu geschaffene BDH-Promotionsstipendium an die Stipendiatin Sindy Lautenschläger. Der Bundesverband Rehabilitation beabsichtigt, mit dieser Initiative eine wichtige Entwicklung sowohl in der Neurologischen Rehabilitation als auch in den Pflegewissenschaften anzustoßen. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben unter anderem von der Professorin Ursula Immenschuh der Katholischen Hochschule Freiburg.

Das derzeitige Abrechnungssystem DRG (Diagnosis Related Groups) verursacht Probleme bei der Anerkennung von professionellen Pflegeleistungen in der Frührehabilitation für die Abrechnung mit Krankenkassen. Die professionellen Krankenpflegeleistungen, die wichtiger Teil der Therapie sind, werden bei der Abrechnung als therapeutische Maßnahmen nicht ausreichend anerkannt.

Die therapeutische Pflege als herausragend wichtiges Element der Frührehabilitation ist weder empirisch noch pflegewissenschaftlich ausreichend auf Inhalte und Qualität untersucht worden. Das „BDH-Promotionsstipendium Pflegewissenschaft“, dessen empirischer Teil an den BDH-Kliniken absolviert wird, soll diese Lücke schließen. Die wissenschaftliche Betreuung übernimmt die Professorin Ursula Immenschuh von der Katholischen Hochschule Freiburg in Zusammenarbeit mit Professor Johann Behrens, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft an der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, an dessen Lehrstuhl die Promotion angesiedelt ist. „Es fehlen national wie international eine Theorie der therapeutischen Pflege in der Frührehabilitation und empirische Erhebungen zu Inhalten und Abbildung therapeutischer Pflege in DRG-Systemen. Hier ist die Pflegewissenschaft gefordert, einen wichtigen Beitrag zu leisten“, betonte der Ärztliche Direktor der BDH-Klinik Elzach, Professor Claus-W. Wallesch.

Nie wurden in Deutschland professionelle Pflegeleistungen als Bestandteil von Therapie in diesem Ausmaß auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Mit dem Promotionsstipendium erhoffen sich die Initiatoren, dass es erstmals möglich sein wird, Pflege als therapeutische Intervention zu definieren und erfassbar zu machen. Damit geht vom Bundesverband Rehabilitation und der Katholischen Hochschule Freiburg etwas aus, das beispielgebend für Deutschland sein kann.

v. l. n. r.: Prof. C.-W. Wallesch, BDH-Bundesgeschäftsführer J. Bauer, Stipendiatin S. Lautenschläger, Prof. U. Immenschuh, BDH-Bundesvorsitzende I. Müller, Geschäftsführer B. Feyzoom
v. l. n. r.: Prof. C.-W. Wallesch, BDH-Bundesgeschäftsführer J. Bauer, Stipendiatin S. Lautenschläger, Prof. U. Immenschuh, BDH-Bundesvorsitzende I. Müller, Geschäftsführer B. Fey
 
 
Direkt zum Seitenanfang Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene
 

BDH-Klinik Elzach • Am Tannwald 1–3 • 79215 Elzach • Tel. 0 76 82 / 8 01 - 0 • E-Mail schreiben