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Sprache

Sprach- und Schlucktherapie

Sprachliche Einschränkungen reduzieren

In die Abteilung Sprachtherapie werden Patienten überwiesen, die durch eine Aphasie (Sprachstörung), eine Dysarthrie oder eine Sprechapraxie - Sprechstörungen - in ihrer Ausdrucks- und Verständigungsfähigkeit behindert sind, und auch solche Patienten, die Schwierigkeiten mit dem Lesen - Alexie - oder dem Schreiben - Agraphie - haben. Außerdem behandeln die Sprachtherapeuten Schluckstörungen - Dysphagien.

Was passiert in der Sprachtherapie?

Die gemeinsame Arbeit an den Sprach- oder Sprechstörungen beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, das anschließend diagnostisch ausgewertet wird. Von diesem Gespräch ausgehend entwickeln wir erste Annahmen: zum Beispiel ganz praktische Annahmen darüber, was in der Verständigung fehlt und was dagegen ganz gut funktioniert (möglicherweise Gestik und Zeichnen, aber auch Schreiben). Zum andern werden spezifische Annahmen über die möglichen Ursachen der sprachlichen Symptome entwickelt, d. h. die Störungen der sogenannten sprachlichen Teilleistungen (Wörter finden, sie richtig aussprechen, Sätze bauen, Wörter und Sätze oder auch ganze Texte verstehen).

Diese Teilleistungsbereiche werden dann mit Hilfe spezieller Aufgaben überprüft, und entsprechende Übungen werden von Anfang an in die Therapie einbezogen. 

Im Verständigungstraining liegt der Fokus auf der Interaktion mit dem Gesprächspartner. So arbeiten diagnostische und übende Verfahren einander zu und helfen den Therapeuten und den Patienten, das individuelle Störungsbild und seine Auswirkungen auf die Verständigung schrittweise kennenzulernen. 

Auf der Grundlage dieser Befunderhebung wird dann gemeinsam mit den Betroffenen ein Therapieplan für die Dauer des stationären Aufenthaltes entwickelt, in dem die Therapieschwerpunkte festgelegt werden. In Einzel- und teilweise auch in Gruppentherapien (z.B. in der Dysarthriegruppe oder in der Singgruppe) wird an diesen Therapieschwerpunkten gearbeitet. Dabei werden bei Bedarf auch computergestützte Übungsprogramme eingesetzt.

 

Ziele der Sprachtherapie

Die Ziele der Therapie müssen für jeden Einzelnen speziell gesetzt werden. Allgemein gesagt geht es darum, die sprachlichen Einschränkungen zu reduzieren und den Betroffenen im jeweiligen Stadium des Rehabilitationsverlaufs Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie sich mit ihren Mitteln (Sprache, aber auch Gesten und Zeichnungen) besser verständigen und unter Umständen auch die Schriftsprache wieder nutzen können.

 

Zusammenarbeit mit Angehörigen

Sprach- und Sprechstörungen behindern die Kommunikation. Das bedeutet, dass sie nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Gesprächspartner ein Problem darstellen, auf das sich alle einstellen müssen. Wir bemühen uns, hier Information, Beratung und praktische Unterstützung (Verständigungstraining) zu bieten. Der richtige Ansprechpartner bei Fragen ist der behandelnde Sprachtherapeut. 

Für die Angehörigen unserer Patienten bieten wir in regelmäßigen Abständen Informationsnachmittage an (in der Regel etwa alle 6 Wochen, freitags 15:00 bis 17:00 Uhr), zu denen wir rechtzeitig schriftlich einladen.

Für die Betroffenen selbst, ihre Angehörigen und Freunde veranstalten wir ebenfalls in regelmäßigen Abständen einen Videonachmittag zum Thema "Leben mit Aphasie = Leben ohne Sprache?"

 

Wie geht es nach der stationären Therapie weiter?

Normalerweise kann die Sprachtherapie nicht mit dem ersten stationären Rehabilitationsschritt beendet werden, sondern muss durch eine ambulante Therapie fortgesetzt werden.

Diese wird von niedergelassenen Logopäden, Klinischen Linguisten (BKL) und Sprachheilpädagogen oder der sprachtherapeutischen Ambulanz eines Krankenhauses übernommen. Bei der Organisation der Weiterbehandlung sind wir gerne behilflich. 

 

Ansprechpartner

  • Nils Lürmann M.A.

    Nils  Lürmann M.A.
    Klinischer Linguist (BKL), Fachverantwortung Sprachtherapie
    E-Mail

BDH-Klinik Elzach gGmbH • Am Tannwald 1–3 • 79215 Elzach • Telefon 0 76 82 / 80 10
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