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Sozialpolitik

04.08.2016

BDH lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

Der BDH Bundesverband Rehabilitation hat der Forderung nach einem Renteneintrittsalter von 73 Jahren eine klare Absage erteilt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte dies mit Blick auf die demografischen Veränderungen der Gesellschaft gefordert und auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich vor Wochen für einen späteren Rentenbeginn ausgesprochen.

„Die Forderung nach einem höheren Renteneintrittsalter konterkariert die Praxis auf dem Arbeitsmarkt, auf dem längst nicht jeder die heute geltende Regelaltersgrenze erreicht. Tatsächlich bedeutet eine Anhebung des Renteneintrittsalters für viele Erwerbstätige nichts anderes als eine Kürzung der Rente, da die Beschäftigungsquote der über 60-jährigen auch weiterhin auf einem so niedrigen Niveau verharren dürfte, dass es unverantwortlich wäre, eine so große Gruppe ohne realistische Jobperspektive in die Arbeitslosigkeit zu schicken“, warnt die Bundesvorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller. Die so willentlich herbeigeführte Phase längerer Arbeitslosigkeit würde in der Folge auch die Rentenansprüche der Betroffenen reduzieren. Diese Art der Politik fördere letztlich die soziale Spaltung und sei ein weiterer Beitrag, das Problem der Altersarmut anzuheizen. Nur Gutverdiener werden sich einen frühen Ausstieg aus dem Erwerbsleben leisten können. Das sei ein politischer Holzweg mit erheblichem sozialem Sprengstoff, so Müller weiter.

BDH lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

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Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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