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Impulse für den Arbeitsmarkt

03.08.2015

Arbeitsmarkt braucht Frischzellenkur

Die relative Ruhe am deutschen Arbeitsmarkt verdeckt nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation grundsätzliche strukturelle Probleme. Ilse Müller, Vorsitzende des Sozialverbands, hofft auf einen arbeitsmarktpolitischen Paradigmenwechsel und ein größeres Engagement im Sinne derjenigen, die nur geringe oder keine Beschäftigungschancen besitzen:

„Die Mär vom Erfolg am deutschen Arbeitsmarkt kann die strukturellen Probleme hinter den nackten Zahlen nicht verdecken. Nach wie vor stehen mehr als 1,2 Millionen Menschen vor verschlossenen Türen. Auf monatlich ritualisierte Jubelarien über den großen Erfolg am Arbeitsmarkt sollte die Bundesregierung besser verzichten, nachdem die Mittel im Kampf gegen grassierende Langzeitarbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren immer weiter zusammengestrichen wurden und sich das Problem zunehmend verfestigt hat. Auch war es ein großer Fehler, die Möglichkeiten zur Selbständigkeit aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kürzen. Für viele Menschen bot diese Förderung die Chance, wieder in die Arbeitswelt zurückzufinden.“ Die verfestigte Struktur des Arbeitsmarktes in diesem Bereich erfordere, so Müller, ein größeres Engagement des Staates. Eine sozial ausgewogene Politik sollte sich daran messen lassen, ob es ihr gelingt, auch denen die Chance auf wirtschaftliche Betätigung und Selbstbestimmung zu ermöglichen, die es bei der Jobsuche schwer haben.

„Wir plädieren daher den Aufbau eines öffentlichen Beschäftigungssektors, wenn es mittelfristig nicht gelingt, genügend Jobs für Langzeitarbeitslose, Ältere, Migranten oder Menschen mit Handicap anzubieten. Die aktive Arbeitsmarktpolitik benötigt eine Frischzellenkur, um nach jahrelangem Tiefschlaf wiederbelebt zu werden und spürbar Wirkung zu entfalten, wo es notwendig ist. Bestehende Programme erreichen nur einen kleinen Personenkreis. Das Problem setzt sich im Bereich der Weiterbildung fort. Gerade junge Menschen ohne Abschluss sollten motiviert werden, die bestehenden dualen Ausbildungswege einzuschlagen. Leider sind die Informationsnetze regional häufig zu grobmaschig und eine große Zahl junger Menschen steht dauerhaft vor verschlossenen Toren“, so Ilse Müller.

Müller: "Arbeitsmarkt braucht Frischzellenkur"zoom

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Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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