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Rentendebatte 2016

11.01.2016

BDH fordert Wiederherstellung der Rentengerechtigkeit

Zum 1. Juli 2016 steigen die Renten in Deutschland auf breiter Front. Mit einer Anhebung um 4,4 Prozent in den alten und rund 5 Prozent in den neuen Bundesländern steigen die Bezüge so stark wie seit fast zwei Dekaden nicht. Dennoch sieht der BDH Bundesverband Rehabilitation weiteren Korrekturbedarf, da die Renten mit der allgemeinen Lohnentwicklung, über einen längeren Zeitraum besehen, immer weiter hinterherhinken, so die Verbandsvorsitzende Ilse Müller. Zudem entwickle sich der deregulierte Arbeitmarkt mit Blick auf die Altersarmut zur tickenden Zeitbombe, so Müller, die sich von der Politik im neuen Jahr einen Kurswechsel wünscht:

„Wir benötigen tragfähige Lösungsvorschläge, wie wir die Dämpfungsfaktoren in der Rente generationengerecht abschmelzen können, um das Abdriften einer wachsenden Zahl Beschäftigter in die rentenbedingte Armutsfalle zu vermeiden. Bislang verweigert sich die Politik aus Furcht vor einem Generationenstreit der notwendigen Debatte. Dennoch ist es eine Frage von höchster sozialer Bedeutung, jedermann im Alter wirtschaftliche Teilhabechancen zu eröffnen und zu verhindern, dass der Renteneintritt von immer mehr Menschen als staatlich verordnete Armut empfunden wird.“

Der Sozialverband rät dringend dazu, die Abwärtsdynamik des Rentenniveaus zu stoppen und darüber zu verhandeln, die Leistungen zur Altersgrundsicherung anzuheben, um auch in die Breite zu wirken. „Verfolgt die Politik den Gleitpfad weiter, sinkt das Rentenniveau von derzeit 48 auf 43 Prozent im Jahre 2030 ab. Neurentner müssen dann im Vergleich zur aktuellen Rentnergeneration ein Minus von fast 20 Prozent verkraften. Ich sehe nicht, wie dies ökonomisch gelingen kann, da im Alter kaum Möglichkeiten bestehen, dieses Minus durch Erwerbstätigkeit abzufedern. Der Arbeitsmarkt gibt das einfach nicht her.“

Es sei daher keine Lösung, die Lebensarbeitszeit immer weiter zu verlängern, wie es Arbeitgebervertreter jüngst wieder gefordert haben, so Müller. Deutschland benötige einen tragfähigen Renten-Konsens zwischen den Generationen. Immerhin werde ja auch die jetzt erwerbstätige Generation später einmal auf die Solidarität der dann Jungen setzen. Zur Ehrlichkeit in der Debatte gehöre daher auch, die Menschen auf langsam steigende Rentenbeitragssätze vorzubereiten.

BDH fordert Wiederherstellung der Rentengerechtigkeit

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Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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