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Rehabilitation nach Hirntumor

Christiane S., geboren 1984, erhält im März 2001 die schlimme Diagnose Hirntumor. Es handelt sich um ein atypisches pilozytisches Astrozytom, einen besonders schwer zu operierenden Tumor. Bereits im April findet die notwendige OP statt und für Christiane beginnt ein langer Weg zur Normalität. Nach etlichen Nachbehandlungen, MRT-Terminen etc. gelingt es Christiane, ihr Fachabitur zu bestehen. Sie ist jedoch in vielem stark eingeschränkt, so dass eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht in Frage kommt. Insbesondere im Bereich Gedächtnis und Belastbarkeit hat sie nach wie vor große Probleme. Aufgrund eines Unfalles erleidet Christiane zusätzlich eine Hirnblutung, in Folge dessen leidet sie zu den schon genannten Einschränkungen unter einem starken Gesichtsfeldausfall.

Im September 2003 beginnt Christiane eine Maßnahme in der BDH-Klinik Vallendar. Sie wurde hier in verschiedenen Berufsbereichen ausgiebig überprüft, so zum Beispiel im Versandbereich der hauseigenen Druckerei und im Bereich Büro. Christiane fühlte sich in der BDH-Klinik Vallendar sehr wohl, sie konnte hier sowohl im sozialen als auch im beruflichen Bereich neu Fuß fassen. Am Ende ihrer Reha-Maßnahme konnte ihr aufgrund der gezeigten Leistungen und nach Zustimmung ihres Kostenträgers ein Ausbildungsplatz als Bürokauffrau angeboten werden. Eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hätte Christiane aufgrund ihrer Einschränkungen durch den Tumor nicht geschafft. Doch die enge Betreuung in der BDH-Klinik Vallendar, die Arbeit im interdisziplinären Team sowie die hohe Motivation von Christiane sprachen für eine Ausbildung.

Christiane S. während der Ausbildung
Christiane S. während der Ausbildung

Nach der Kostenzusage durch die zuständige Arbeitsagentur konnte Christiane am 01.08.2004 ihre Ausbildung zur Bürokauffrau beginnen. Neben den praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalten, die im Bürobereich der BDH-Klinik Vallendar vermittelt wurden, erhielt Christiane nach wie vor die für sie wichtigen Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und neuropsychologisches Training. Christiane besuchte zusammen mit anderen Auszubildenden die Berufsschule in Neuwied. Sie nahm zudem an vielen Freizeitaktivitäten in der beruflichen Rehabilitation in Vallendar teil.

Bestandteil der Ausbildungen sind mehrere, mindestens 3wöchige Praktika. Hier erhielt Christiane stets die allerbesten Beurteilungen. 2005 legte sie eine gute Zwischenprüfung ab.

Als es dann dem Ende der Ausbildung zu ging, wuchs die Nervosität, sowohl bei Christiane als auch bei ihrem Ausbilder. Hatten die 3 Jahre gereicht? Schafft sie die Prüfung und kann danach ein selbstständiges Leben führen? Wird sie eine Arbeitsstelle finden?

Im Mai 2007 bestand Christiane dann ihre Abschlussprüfung. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Ausbildungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation in der BDH-Klinik Vallendar zwar überbetrieblich im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme stattfinden, die Prüfungen aber vor der jeweiligen IHK oder HWK stattfinden!

Durch die bereits erwähnten Praktika hatte Christiane verschiedene Betriebe kennengelernt und die Betriebe kennen Christiane. Nach einigen Bewerbungen ergab sich dann eine Möglichkeit bei einem dieser Betriebe, und sie startete im Oktober 2007 in ihr Berufsleben. Sie hatte einen Arbeitsplatz gefunden und konnte ein selbstständiges Leben führen. Rückblickend sagt sie: "Ohne die vielen begleitenden Maßnahmen und die Rehabilitation in der BDH-Klinik Vallendar hätte ich meinen Weg sicher nicht so ohne weiteres gehen können."

Mittlerweile arbeitet Christiane S. im Sekretariat der trechtsabteilung des BDH und ist Jugendbeauftragte des Verbandes - wer wüßte besser als sie um die Schwierigkeiten, mit denen junge Menschen, die vom Schicksal einer Hirnschädigung betroffen sind, zu kämpfen haben?

Christiane S.zoom
Christiane S.
 
 
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