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Herz-und Kreislaufdaten auf einer Plattform

Sparkassenstiftung investiert 30 000 Euro in moderne Datenkommunikation

Aus den Erträgen ihrer Stiftung hat die Sparkasse Wetzlar der Braunfelser Neurologischen Klinik 30 000 Euro gespendet. Mit dem Geld hat die Klinik des Bundesverbandes für Rehabilitation ein modernes System erworben, das die Kardiologische Funktionsdiagnos-tik aus einer Hand ermöglicht. Das jetzt im Beisein von Landrat Wolfgang Schuster, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, von Stephan Hofmann (Sparkassenvorstand) der Klinikleitung übergeben wurde.
Professor Klaus-Dieter Böhm als Ärztlicher Direktor der Klinik und seine Vertreterin und Chefärztin der Intensivstation, Inga Sünkeler stellten den Gästen die Möglichkeiten der neuen Software vor. „In unserer Klinik haben wir im letzten Jahr über 2000 Akutpatienten behandelt, davon über 500 mit einem Schlaganfall, deren Herzkreislaufdaten ständig überwacht werden müssen. Das neue System vereint die Auswertung und Speicherung der EKG-Untersuchungen und Langzeitmessungen, sowie Blutdruckmessungen und die Überwachung der Pulsfrequenz auf einer Plattform“, erklärt Professor Böhm die Möglichkeiten der neuen Software.
Durch das innovative System besteht die Möglichkeit, in einem telemedizinischen Projekt, das von der Technischen Hochschule Giessen (Professor Dr. Hennig Schneider) wissenschaftlich begleitet wird, eine externe Workstation aufzubauen, an der dann jeder mit uns kooperierende Internist oder Kardiologe außerhalb unserer Klinik die Daten bewerten und entsprechende Befunde erstellen kann. „Dies bedeutet besonders für die Intensivmedizin einen er-heblichen Zeitgewinn. Denn bisher mussten wir diese oft lebenswichtigen Daten über externe Datenträger an die externen Fachärzte geben werden“, erklärt die Neurologin Sünkeler.
Bei einem Rundgang erläuterten die Mediziner einen weiteren Vorteil des neuen Systems, das in besonderer Weise den hohen Hygieneanforderungen der neurologischen Klinik gerecht wird. „Wir behandeln immer mehr Patienten mit multiresistenten Keimen, bei denen durch besondere Sicherheitsmaßnahmen die Diagnostik sehr erschwert wird, da wir die benötigten Geräte nach Gebrauch nicht entsprechend desinfizieren können.“, so Chefarzt Böhm als er die Vorteile der Neuerung erklärte. Dank des neuen Systems ist es jetzt möglich, die kardiologischen Messwerte durch eine Bluetooth-Box kabellos an den außerhalb des Zimmers stehenden Messplatz zu übertragen. Diese Bluetooth-Box kann desinfiziert werden und daher auch bei isolierten Patienten einsetzbar. Der Messplatz ist über eine WLAN-Verbindung mit der zentralen Auswertestation verbunden. Über das Telemedizinprojekt können dann die Befunde durch die externen Mediziner außerhalb der Klinik abgerufen und ausgewertet werden.
Abschließend dankte Geschäftsführer Dietmar Demel der Wetzlarer Sparkasse für ihre langjährige finanzielle Unterstützung. „Dank ihrer Stiftung konnten wir seit 1971 über 400 000 Euro in moderne Medizintechnik investieren, für die im Klinikhaushalt keine Mittel vorge-stehen waren. Die steigenden Fallzahlen, über 4000 im Jahr 2015, zeigen, dass die Braunfelser Neurologie zu den führenden Fachkliniken in Hessen zählt. „Wohl auch ein Grund, warum fünf unserer Assistenzärzte, die im Herbst letzten Jahres ihre Facharztprüfung erfolgreich abgelegt haben, als ausgebildete Neurologen weiter in Braunfels geblieben sind und das Ärzteteam unseres Hauses verstärken, berichtet Demel nicht ohne Stolz.

Eine Spende die ankommt: v.l. Inga Sünkeler, Wolfgang Schuster, Stephan Hofmann, Klaus-Dieter-Böhm, Dietmar Demel und Ulrike Kynast (Vorstand der Sparkassenstiftung)zoom
 
 
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