Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene

MRT in der BDH-Klinik Braunfels

31.03.2011

Erste Röhre in der Kurstadt

Braunfelser Neurologie investiert 1,4 Millionen Euro in MRT

Braunfels (wv). Die Neurologie in Braunfels hat ihr Untersuchungsspektrum um einen Magnetresonanztomographen (MRT) erweitert. Für das Diagnosegerät investierte die Fachklinik des Bundesverbandes für Rehabilitation (BDH) 1,4 Millionen Euro.

Darin sind Maßnahmen zum Schutz vor den hochfrequenten Strahlen bereits enthalten.

"Der Koloss ist über vier Tonnen schwer und eine Erleichterung für die Patienten. Ob akuter Schlaganfall oder Verdacht auf Schädigung der Bandscheiben, mit dem eigenen MRT haben wir jetzt innerhalb kurzer Zeit den Befund und können die wichtigen Entscheidungen schnell vor Ort treffen, ohne dass die Patienten zuvor aus dem Haus müssten", erklärte der Ärztliche Direktor Klaus-Dieter Böhm bei einer Feierstunde die Anschaffung.

Gekauft worden sei mit einem 18-Kanal-MRT-Gerät das modernste seiner Baureihe, das ein universitäres Level garantiere. Es ist das erste MRT in Braunfels. Zur Inbetriebnahme fanden sich auch die Bundesvorsitzende des BDH, Ilse Müller und ihr Vize Josef Bauer, in der Schlossstadt ein.

Wartezeiten oder langwierige Transporte nach Wetzlar oder Weilmünster gehören laut Klinik nun der Vergangenheit an. Hiervon waren bisher jährlich rund 1200 Patienten der Neurologie betroffen.

Wartezeiten und Transporte nach Wetzlar oder Weilmünster entfallen

Durch die Kooperation mit der im Haus ansässigen Gemeinschaftspraxis von Christoph Zörb und Vivien Hönicke- Molling, die beide als Fachärzte für Radiologie in Kliniken von Gießen und Wetzlar langjährige Erfahrungen sammeln konnten, seien Untersuchung und Feststellung des Befundes auch für die stationären Patienten der Neurologischen Klinik gewährleistet. Die Praxis betreut auch die Computertomographen (CT) der Klinik.

Die Kapazität der "Röhre", so die umgangssprachliche Bezeichnung für das neue Gerät, ermöglicht es auch anderen Braunfelser Kliniken sowie ambulanten Patienten bei Arbeitsunfällen, als Privatpatient oder als Selbstzahler das MRT zu nutzen. Abgebildet werden die inneren Organe einschließlich Rücken- und Beckenbereich.

Das MRT-Gerät ermöglicht präzise und gefahrlose Einblicke in den Körper. Spezielle Programme erlauben beispielsweise die genaue Darstellung einer Hirnblutung. Die rasche Diagnostik sei Voraussetzung für eine schnellere Therapie, so Oberärztin Dr. Ingrid Sünkeler. "Wodurch bleibende Schäden besser vermieden werden können", fügt sie hinzu und verweist auf steigende Zahlen bei der "Volkskrankheit Schlaganfall". Auf der Schlaganfall-Spezialstation, in Fachkreisen "Stroke Unit" genannt, gab es immer wieder Probleme mit der Bettenkapazität.

Geplant hat den Untersuchungsraum in Braunfels Dr. Henning Schneider, Professor für Medizinische Informatik an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Er hob hervor, dass eine große Fensterfront eingebaut wurde, um dem Patienten das Gefühl der Enge bei der MRT-Diagnose zu nehmen. Auch Patienten, die beatmet werden, können in Braunfels zur Untersuchung in die Röhre geschoben werden.

Vor 60 Jahren war die Neurologie als Sanatorium für Hirnverletzte gegründet worden. Heute ist sie mit ihren 200 Betten ein Pionier ihres Fachgebietes. Mit ihren 350 Mitarbeitern gehört die Klinik außerdem zu den größten Arbeitgebern in der Solmser Region, so Geschäftsführer Dietmar Demel zur Entwicklung des Standortes.

Die Klinik verfügt mit ihren vier Abteilungen rechts und links der Hubertusstraße neben dem Akutbereich und der Frührehabilitation auch über eine weiterführende Reha und eine Abteilung Abschlussbehandlung. "Im Jahr 2010 haben wir über 4000 Patienten behandelt, davon rund 380 Personen mit akuten Schlaganfällen", fügt Chefarzt Dr. Böhm hinzu. Die Patientenzahlen stiegen, für die Rehabilitation gebe es Wartelisten.

 

Quelle: WetzlarerNeue Zeitung- Solms-Braunfelser Zeitung

Ausgabe:16.02.2011

Josef Bauer (vorne), Zweiter Vorsitzender des Klinikträgervereins, demonstriert in der Neurologie, wie Patienten in den Magnetresonanztomographen einfahren. Über das neue Gerät freuten sich (v. l.) Radiologe Christoph Zörb, Neurologin Ingrid Sünkeler, Ärztlicher Direktor Klaus-Dieter Böhm, Professor Henning Schneider, Geschäftsführer Dietmar Demel, Radiologin Vivien Hönicke-Molling sowie Ilse Müller als Vorsitzende des Bundesverbandes für Rehabilitation.zoom
 
 
Direkt zum Seitenanfang Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene
 

BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0 • E-Mail schreiben