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Tag der offenen Tür

07.11.2011

Der Schlaganfall steht im Mittelpunkt

500 Besucher informieren sich in der Braunfelser Neurologie beimTag der offenenTür

Zu ihrem 60-jährigen Bestehen hatte die Neurologische Klinik in Braunfels zu einem „Tag der offenen Türen“ eingeladen. Rund 500 Besucher schauten sich diemedizinischen Bereiche an, zu denen sonst nur die Ärzte, das Pflegepersonal und die Patienten Zutritt haben.

Dabei galt das besondere Interesse der Akutbehandlung und der Reha von neurologischen Erkrankungen, wobei die Volkskrankheit „Schlaganfall“ mit in Braunfels jährlich rund 400 Fällen einen besonderen Schwerpunkt ausmachte. Dem Krankenhaus ging es darum, der Bevölkerung die neuesten technischen und medizinischen Verfahren und Einrichtungen zu erläutern. Das erklärte Geschäftsführer Dietmar Demel zur Eröffnung. Über sechs Stunden hatten die Gäste danach Gelegenheit, sich in den Räumen umzusehen
und das Fachpersonal zu befragen. Neben dem neuen Magnetresonanztomographen und dem Computertomographen standen der Elektroenzephalograph (EEG) zur Messung der Gehirnströme und Anlagen zur künstlichen Dauerbeatmung imFokus der Besucher. Im stets gefüllten Vortragssaal der Klinik informierten die Fachärzte unterdessen in einem fünfstündigen Redemarathon über aktuelle medizinische Themen, die von Strategien zur Stressbewältigung über gesunde Ernährung und Maßnahmen für einen gesunden Rücken bis zum Schlaganfall und seiner neurologischen Behandlung reichten. „Er kommt plötzlich und endet oft folgenschwer, wenn
nicht schnelle Hilfe geleistet wird“, erklärte Neurologin und leitende Oberärztin Ingrid Sünkeler auf Besucherfragen zur Volkskrankheit. Der Schlaganfall sei der Notfall, bei dem jede Minute zähle. Dabei spiele die Halsschlagader, die für die Sauerstoffversorgung des Gehirns verantwortlich ist, eine wichtige Rolle. Mit ihrer Spezialabteilung, der „Stroke Unit“, bieten die Braunfelser die Voraussetzungen, umden Patienten schon in der kritischen Akutphase optimal zu versorgen und damit den weiteren Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Eine Mammutaktion für die Ärzte und Besucher war am Samstag eine kostenlose Ultra-schalluntersuchung der Halsschlagader durch die Spezialisten. Das Interesse war riesig. Obwohl dieNeurologie an zwei Messplätzen rund sieben Stunden Untersuchungen vornahm, konnten nur rund 150 der über 300 Interessenten mehr über den Zustand ihrer Schlagader erfahren. „Bei 13
Personen wurde ein Befund festgestellt, der eine weitere Behandlung der Halsschlagader erfordert“, beschreibt Neurologin Sünkeler das Ergebnis
der Aktion. Auf den Ansturm hat die Klinik sofort reagiert und für Anfang November einen weiteren kostenlosen Termin angeboten. Hierzu konnten sich die Besucher schon vormerken lassen.

Messungen waren begehrt

Unter der fachkundigen Führung von Chefarzt Klaus-Dieter Böhm und seinen Kollegen hatten die Gäste außerdem die Gelegenheit, sich im Haus umzusehen
oder sich an den vielfältigen Geräten der Ergotherapie einem Selbsttest zu unterziehen. Aber auch bei den kostenlosen Messungen von Blutdruck
und Blutzucker mussten sich die Besucher auf Wartezeiten einstellen. Zahlen und Fakten wurden am Tag der offenen Türen ebenfalls geliefert: So werden
in den vier Fachbereichen der Neurologie – neben der Akutversorgung und Frührehabilitation gibt es die weiterführende Reha und die Anschlussbehandlung – von 350 Mitarbeitern jährlich rund 4000 Patienten
behandelt. Das 220-Betten-Haus zählt zudem hessenweit zu den führenden Kliniken, wenn es um die Akutbehandlung schwerster Schädel-Hirnverletzungen
geht.

Quelle: Wetzlarer Neue Zeitung, Artikel vom 30.10.2011

Ingrid Sünkeler (5. v. l.) erklärte beim Tag der offenen Tür den Computertomographen. „Er ist das erste Untersuchungsgerät, wenn ein akuter Schlaganfall in die Klinik kommt.“zoom
Ingrid Sünkeler (5. v. l.) erklärte beim Tag der offenen Tür den Computertomographen. „Er ist das erste Untersuchungsgerät, wenn ein akuter Schlaganfall in die Klinik kommt.“
 
 
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