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Demenz - eine Volkskrankheit?

31.05.2011

BDH Landesverband Rheinland-Pfalz veranstaltet seine Landestagung 2011 in der BDH-Klinik Vallendar

Von: Thomas Kolbe, BDH Bundesverband Rehabilitation

Die diesjährige Landestagung des Landesverbandes Rheinland-Pfalz in den Räumen der BDH-Klinik Vallendar stand unter dem gesellschaftlich bedeutenden Thema demenzieller Erkrankungen. Den Auftakt bildete die Pressekonferenz, die gesundheitsökonomische und sozialpolitische Fragen der Demenzproblematik in den Fokus rückte.

Blick in die Cafeteria der BDH-Klinik in Vallendar während des öffentlichen Teils der Veranstaltung. V.l.n.r.: Alfred Hahn, Stiftungsgründer der Andreas-Hahn-Stiftung, Josef Bauer, Bundesgeschäftsführer des BDH, Bürgermeister Günther Hahn, Ilse Müller, BDH-Bundesvorsitzendezoom
Blick in die Cafeteria der BDH-Klinik in Vallendar während des öffentlichen Teils der Veranstaltung. V.l.n.r.: Alfred Hahn, Stiftungsgründer der Andreas-Hahn-Stiftung, Josef Bauer, Bundesgeschäftsführer des BDH, Bürgermeister Günther Hahn, Ilse Müller, BDH-Bundesvorsitzende

Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan sprach angesichts seiner alzheimer-bedingten Demenz vom „Sonnenuntergang seines Lebens“ und brachte damit das Lebensgefühl der von der unheilbaren Krankheit Betroffenen auf den Punkt. Der Pflegebedarf wächst erfahrungsgemäß mit fortschreitendem Krankheitsverlauf, weshalb der individuellen Betreuung Erkrankter, häufig 24 Stunden täglich, eine entscheidende Rolle zukommt. Der BDH kämpft mit seinem sozialpolitischen Gewicht für eine schnellere Anerkennung der Pflegebedürftigkeit und eine nachhaltige Unterstützung der pflegenden Angehörigen Demenzkranker. Gute wirtschaftliche Rahmendaten und ein zusehends entspannter Arbeitsmarkt eröffnen der Politik neue Spielräume, Angehörigen und Betroffenen die finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, die zur Bewältigung des Alltags dringend erforderlich ist.

Mit besonderer Freude konnte der BDH Alfred Hahn, Stiftungsgründer der Andreas-Hahn-Stiftung und Bürgermeister Günther Hahn begrüßen. Der öffentliche Teil der Tagung wurde durch Grußworte der Landesvorsitzenden Franziska Löchter, der Bundesvorsitzenden Ilse Müller und durch Klinikgeschäftsführer Ulrich Lebrecht eröffnet.

Die Referenten des Tages aus der BDH-Klinik Vallendar: Dr. Raimund Weber, Ärztl. Direktor und Pflegedienstleiter Jörg Biebrach.zoom
Die Referenten des Tages aus der BDH-Klinik Vallendar: Dr. Raimund Weber, Ärztl. Direktor und Pflegedienstleiter Jörg Biebrach.

Sozial- und gesundpolitischen Aspekte der Volkskrankheit Demenz

Das Forum Demenz, inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung, bot im Anschluss bewegende und informative Vorträge zum Schwerpunktthema. Dr. Raimund Weber, Ärztliche Direktor der Klinik, Pflegedienstleiter Jörg Biebrach und Folker Rothbrust vom Amt für Soziale Angelegenheiten, beschrieben in ihren Beiträgen sowohl die sozial- und gesundpolitischen Aspekte der Volkskrankheit als auch den Alltag Betroffener anhand anschaulicher Beispiele. Die demografische Entwicklung Deutschlands wird zu einer drastischen Erhöhung der Zahl demenzkranker Menschen führen, so dass auf lange Sicht unter 40 Deutschen ein Betroffener leben wird. Derzeit leben etwa 1,2 Millionen Demenzkranke in der Bundesrepublik. Im Jahre 2050 werden es voraussichtlich 2,6 Millionen sein.

Auch die ökonomischen Folgen sind nicht mehr zu übersehen: Gesamtwirtschaftlich überschreiten die jährlichen Kosten der Demenz inzwischen die Schwelle von 40 Milliarden Euro. Ohne mithelfende Familienangehörige und ehrenamtliche Helfer wäre die Krankheit Demenz nur noch schwer in den Griff zu kriegen. Soziale Netzwerke wie der BDH bieten unbürokratische Hilfestellung und werden in Zukunft immer weiter an Bedeutung gewinnen.

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Stichwort: Volkskrankheit Demenz

Demenz tritt in vielfältigen Schweregraden auf und ist die Folge verschiedener Erkrankungen. Wissenschaftlichen Studien zufolge werden etwa 50 Prozent aller Frauen und rund 30 Prozent der Männer von dieser Begleiterscheinung des Alters betroffen. Prominenteste Ursache für Demenz, mit einem Anteil von 55 Prozent, ist Alzheimer. Heute leben etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen in Deutschland. 2050 werden es schon 2,6 Millionen sein. Die Kosten der Pflege sind erheblich und übertreffen die Kosten eines durchschnittlichen Pflegefalles um etwa 10.000 Euro im Jahr.

 
 
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