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Mobile Arbeitsplätze

12.12.2013

Zwei neue mobile Arbeitsplätze für Lagertätigkeit

Andreas-Hahn-Stiftung fördert Teilhabe am Erwerbsleben

Am Start erkennt man den Sieger. Das gilt insbesondere für die moderne Erwerbswelt. Um auch denen, die es am Start schwer haben, faire Berufschancen zu bieten, fördert die Medizinisch-berufliche Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik Vallendar die individuelle Ausbildungsreife von Jugendlichen mit erworbenen und angeborenen Hirnschäden. Zur Optimierung der Arbeitsbedingungen in der MBR finanzierte die Andreas-Hahn-Stiftung im Dezember zwei mobile Arbeitsplätze im Bereich Lager und übernahm die Kosten für zwei Laptops, zwei mobile Arbeitstische und weiteres Interieur in Höhe von 7.282 Euro.

 Die Arbeitslosenquote unter Menschen mit Handicap ist im Vergleich zum gesamten Arbeitsmarkt mit beinahe 15 Prozent doppelt so hoch. Individuelle Förderung und eine Analyse der persönlichen Fähigkeiten und Einschränkungen jedes Betroffenen sind der Weg, den die Experten der Medizinisch-berufliche Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik Vallendar beschreiten, um behinderten Jugendlichen in Kooperation mit den Arbeitsagenturen und der regionalen Wirtschaft einen Einstieg in den Ausbildungsmarkt zu ermöglichen. „Wir müssen stets die individuellen Fertigkeiten der jungen Menschen im Blick haben und die MBR so ausrichten, dass sie auf die aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes die passenden Antworten gibt“, fordert Lothar Lehmler, ltd. Berufspädagoge der MBR. Die Spende der Andreas-Hahn-Stiftung kommt da genau zum richtigen Zeitpunkt und schafft den notwendigen finanziellen Rahmen für zwei neue mobile Arbeitsplätze, die junge Menschen mit Handicap auf eine Qualifizierung im Bereich der Lagerwirtschaft vorbereiten werden. „Die MBR wird in der Region zunehmend als Scharnier zwischen dem Ausbildungsmarkt und jungen Menschen mit Hirnschädigung wahrgenommen. Die Unterstützung durch Alfred Hahn festigt diesen Ruf und schafft neue, moderne Kapazitäten zur Förderung der beruflichen Teilhabe“, so Lehmler.

Alfred Hahn (links im Bild) und Lothar Lehmler (rechts) nehmen die neuen mobilen Arbeitsplätze in Betrieb und lassen sich von Lukas Kockelmann (Mitte) in ihre Funktionen einweisen.
Alfred Hahn (links im Bild) und Lothar Lehmler (rechts) nehmen die neuen mobilen Arbeitsplätze in Betrieb und lassen sich von Lukas Kockelmann (Mitte) in ihre Funktionen einweisen.

 Mit modernster Ausstattung ist es künftig auch in der MBR in Vallendar möglich, berufsvorbereitend die Fertigkeiten der Lagerwirtschaft zu erlernen. Dies geschieht therapiebegleitend, in Abstimmung mit dem medizinischen Personal. Genau dieses Konzept individueller Betreuung ist nach Ansicht Alfred Hahns der beste Weg, Betroffenen neue Perspektiven nach Unfällen oder schweren Erkrankungen zu schaffen. Klinik und Stiftung eint daher eine langjährige Kooperation zur Unterstützung Jugendlicher. Ansporn zu seiner Stiftungstätigkeit seien die zum Teil extremen Lebenshärten zahlreicher Jugendlicher, so Alfred Hahn, der sein soziales Engagement nach dem schweren Unfall seines Sohnes mit anschließendem Wachkoma im Jahre 1996 mit der Gründung der Stiftung institutionalisierte und seit diesen Tagen an einem Netzwerk sozialer Träger in der Region arbeitet. Die Kooperation mit der BDH-Klinik Vallendar wird nach Aussage Hahns auch in Zukunft einen Schwerpunkt in der Teilhabe junger Betroffener am Erwerbsleben setzen.

 Text und Bild: Thomas Kolbe

 
 
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