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iPad-Projekt

24.11.2015

Fit für die Ausbildung trotz Handicap

Andreas-Hahn-Stiftung fördert MBR der BDH-Klinik Vallendar

Vallendar, 12.11.2015 – Mit einer Spende von 5.000 Euro stärkt die Andreas-Hahn-Stiftung die Ausbildung jugendlicher Neurologiepatienten in der BDH-Klinik Vallendar und trägt so zur Realisierung eines zukunftsweisenden Digitalprojekts bei. Der restliche Betrag von 2.500,00 € konnte durch das BDH-Fundraising akquiriert werden.

 Acht iPADS verzahnen künftig zwei Ausbildungsziele der klinikeigenen Jugend-Neurologie: Die Förderung digitaler Kompetenz sowie die Verbesserung neuropsychologischer Lernmodelle. Teilhabe bedeutet Partizipation. Die jugendlichen Patienten der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik Vallendar müssen um Partizipation täglich kämpfen. Wer hier in der pädagogischen Einrichtung der neurologischen Fachklinik medizinisch und berufsvorbereitend betreut wird, hat motorische Handicaps, leidet nach einem Hirnschlag möglicherweise unter einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit oder unter Sprachstörungen. Da braucht es medizinische und berufspädagogisch abgestimmte Therapien und Lernkonzepte, die den Weg zurück in die „Normalität“ ebnen.

Das Ehepaar Alfred und Marianne Hahn (links im Bild und 2.v.r.) übergaben die iPADS an Klinik-Geschäftsführer Thomas von Kessel (ganz rechts) und Alexandra Winand (2.v.l.), zuständig für Fundraising-Projekte beim BDH; Bild: BDH
Das Ehepaar Alfred und Marianne Hahn (links im Bild und 2.v.r.) übergaben die iPADS an Klinik-Geschäftsführer Thomas von Kessel (ganz rechts) und Alexandra Winand (2.v.l.), zuständig für Fundraising-Projekte beim BDH; Bild: BDH

 Im Oktober startete die Klinik ein Digital-Projekt mit acht iPADS und einer passenden Hardwareumgebung. „Wir helfen immer dort, wo wir Brücken bauen können, um Jugendlichen eine Zukunft zu eröffnen. Die Berufsvorbereitung in der MBR integriert die medizinischen Aspekte mit individuellen berufspädagogischen Schritten, weshalb wir uns zum Erwerb der iPADS entschlossen und 5.000 Euro beigesteuert haben. Der tägliche Umgang mit moderner Kommunikationstechnologie ist zudem wichtig, damit die jungen Leute nicht vom technologischen Fortschritt abgehängt werden“, erläutert Stiftungsvorstand Alfred Hahn sein Engagement für eine Kooperation, die schon seit vielen Jahren Früchte trägt.

 7.500 Euro hat das gesamte Projekt gekostet, das die Teilnehmer digital fit macht für die im Anschluss der Therapie anstehende Ausbildung. Zunächst stehen einfache Alltagshandlungen in der Hauswirtschaft, wie Backen oder Kochen sowie Werkstattarbeiten an. „Die iPADS kommen dabei als interaktive Gebrauchsanleitungen mit Spracheingabefunktionen und passender Lernsoftware zum Einsatz, die im Laufe der Zeit immer am Puls der Zeit weiterentwickelt werden soll“, so der Leiter der MBR, Lothar Lehmler. Geplant sind regelmäßige Updates der pädagogischen Lernsoftware-Komponenten, die den Bedürfnissen der Patienten entsprechend angepasst werden sollen. Hohe Motivation durch Lernspaß – das ist das pädagogische Mantra, dem die berufliche Vorabqualifikation in der Klinik folgt. Denn nichts ist für junge Menschen mit Handicap frustrierender als Stagnation beim Wiedererlernen alltäglicher Handlungen. Um Rückschläge möglichst zu vermeiden, setzt das Konzept der BDH-Klinik auf moderne Medien, die den Lebensalltag der jungen Generation längst durchdrungen haben.

 Ein Team von medizinischen, therapeutischen und pädagogischen BetreuerInnen unterstützt die Jugendlichen beim Wiedereinstieg in ein selbstbestimmtes Leben. In enger Abstimmung mit Berufsbildungswerken und Jobcentern werden in der Klinik neue berufspädagogische Wege erarbeitet, die Jugendlichen mit Handicap den Einstieg in ein selbstbestimmtes Erwerbsleben ermöglichen. Mit weiteren Spenden der Sparkassen Köln/ Bonn, Weserbergland und Koblenz sowie der Allianz konnte das Projekt erfolgreich an den Start gehen.

Erfolgreicher Praxistest: Mit moderner Technologie entwickeln die Berufspädagogen der Klinik neue Lernkonzepte; Bild: BDH
Erfolgreicher Praxistest: Mit moderner Technologie entwickeln die Berufspädagogen der Klinik neue Lernkonzepte; Bild: BDH
 
 
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