Direkt zum Inhalt Direkt zur ersten Navigationebene Direkt zur zweiten Navigationebene Auszeichnung: TOP Rehaklinik 2017 Neurologie

Positionspapier zur Pflege

28.11.2011

Die verschiedenen Leistungsbereiche in der Pflege sollen in jeweils unterschiedlichen Leistungskatalogen erfasst werden, die die therapeutische Pflege adäquat berücksichtigen. Das ist die wichtigste Forderung eines Positionspapiers, das Lautenschläger et al.* vorstellten.

Ein Fallpauschalensystem erfordert die ökonomische Erfassung des Ressourceneinsatzes bei der Leistungserbringung. Die Entwicklung entsprechender Systeme ist zu begrüßen, da die pflegerische Leistung als personalintensivste Dienstleistung im Gesundheitswesen damit Berücksichtigung findet. Gleichzeitig muss mit der ökonomischen Bewertung auch der therapeutischen Charakter von Pflege abgebildet werden, der in zahlreichen Kontexten im Vordergrund steht.

Die derzeit drohende Vermischung von rein für die Abrechnung bestimmten Messgrößen des pflegerischen Aufwands (PKMS) und der Abbildung von pflegetherapeutischen Leistungen, die innerhalb eines therapeutischen Teams erbracht werden wäre fatal, weil der therapeutische-rehabilitative und präventive Nutzen von Pflege zur Erhaltung und Wiederherstellung von Fähigkeiten im Sinne der selbstbestimmten Partizipation einschließlich der Selbständigkeit zugunsten einer rein ökonomisch motivierten Abbildung von Leistungen in fünf Leistungsbereichen verloren ginge.

Im Positionspapier wird dafür plädiert

  • Pflegerische Leistungen in Leistungskatalogen abzubilden und abrechenbar zu machen.
  • Für unterschiedliche Bereiche der Pflege unterschiedliche Leistungskataloge pflegewissenschaftlich fundiert zu entwickeln, zu evaluieren und zu modifizieren.
  • Pflege bereits im Akutbereich darauf auszurichten, Partizipation und Selbständigkeit zu ermöglichen. Dieser therapeutische Ansatz der Pflege ist in dem PKMS nicht abgebildet. Aus diesem Grunde sollte der PKMS pflegewissenschaftlich fundiert und entsprechend modifiziert werden.
  • Therapeutische Leistungskataloge ebenfalls pflegewissenschaftlich fundiert weiter zu entwickeln und ggf. zu modifizieren bzw. für die unterschiedlichen Leistungsbereiche anzupassen.


Lesen Sie hier das Positionspapier im Wortlaut

*S. Lautenschläger(1), U. Immenschuh(2), C.-W. Wallesch(3), J. Behrens(4)
Plädoyer für den Leistungsbereichen entsprechende Leistungskataloge in der Pflege
1 BDH Bundesverband Rehabilitation e.V.
2 Katholische Hochschule Freiburg
3 BDH-Klinik Elzach
4 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft


Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 


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Vorbereitung zum Transfer

Deutscher Pflegerat e.V.

Das Positionspapier finden Sie neben einer Fülle weiterer interessanter Informationen rund um die therapeutische Pflege auch  hier auf den Seiten des Deutschen Pflegerats e.V.

 
 
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