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zwei Pflegekräfte

Die aktuelle Fortbildung

Die BDH-Klinik Elzach trägt mit Symposien, Fortbildungen, Fallkonferenzen und Vorträgen aktiv zum Fortbildungsangebot in Neurologie und Rehabilitationswissenschaft bei. Sie beleuchten wichtige Themen unseres Arbeitsgebietes und bieten gleichzeitig externen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, die BDH-Klinik Elzach kennenzulernen. Für die Betreuung und inhaltliche Konzeption der Veranstaltungsreihe zeichnet der Ärztliche Direktor der BDH-Klinik Elzach, Prof. Dr. med. Claus-W. Wallesch, verantwortlich.

5. Elzacher Symposium 2018
"Rehabilitation im Team"

Veranstalter: BDH-Klinik Elzach, Katholische Hochschule Freiburg
Ort: Katholische Akademie Freiburg, Wintererstraße 1, 79104 Freiburg
Termin: Samstag 27.10.2018, 09.20 – 15.45

Das Programm

Rehabilitation im Team

An der Rehabilitation sind unterschiedliche Professionen beteiligt. Die Effektstärke interdisziplinär koordinierter Reha-Maßnahmen ist größer als die Summe der Einzeleffekte. Voraussetzung sind ein strukturierter und intensiver Informationsaustausch zwischen den Professionen und die gemeinsame Zielfindung.

Über Inhalte und Formen der interdisziplinären Kommunikation in Der Rehabilitation ist überraschend wenig bekannt. Die ReferentInnen des Symposiums berichten über empirische Ergebnisse zur Kooperation in der neurologischen Rehabilitation und über Wege der Umsetzung und Optimierung.

Die Workshops des Nachmittags widmen sich neuen Therapieverfahren und neuen pflegerischen Ansätzen in der Neurorehabilitation.

Kosten und Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung per Mail an Sekretariat Prof. Dr. Wallesch bis Montag, 22. Oktober 2018 (jeanette.gehring@bdh-klinik-elzach.de) oder mit dem Online-Formular am Fuß dieser Seite.

Zertifizierung:
Das Symposium „Rehabilitation im Team“ wurde für Mediziner als Fortbildungsveranstaltung von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 8 CME-Punkten bewertet. Auch Pflegende und Therapeuten erhalten Teilnahmebescheinigungen mit Fortbildungspunkten.

Die Vorträge

09.20 C.W. Wallesch: Begrüßung, Einführung

09.30 S. Franz: Interprofessionelle Kommunikation zwischen therapeutisch Pflegenden und anderen therapeutischen Berufsangehörigen (Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie) in der neurologischen (Früh-) Rehabilitation

Das Thema meines Vortrags ist im Rahmen eines Promotionsstipendiums des BDH-e. V. entstanden. Die zentrale Frage ist hier, wie die Mitarbeiter*innen verschiedener Kliniken die Aufgaben mit vergleichbaren Patient*innen und die interprofessionelle Kommunikation im Team als Ansatz für funktional äquivalente Lösungen dieser Aufgaben wahrnehmen und damit umgehen. Wichtige Erkenntnisse dieser Arbeit sind die Notwendigkeit von festen Teams, bestehend aus allen vier Kernberufsgruppen, von Gesprächskultur mit spontaner und geplanter informeller interprofessioneller Kommunikation sowie von weiterer Forschung unter Einbeziehung zusätzlicher Berufsgruppen sowie der Patient*innen und ihrer Angehörigen.

10.00 D. Veeser: Organisation eines therapeutischen Rehateams in der neurologischen Rehabilitation

Die Komplexität der neurologischen Rehabilitation erfordert besondere Strukturen. Um den Begriff des „Rehateams“ mit Leben zu füllen, ist ein kommunikatives Wirken der einzelnen Akteure in diesem Prozess von größter Bedeutung.
Dabei gilt es nicht nur innerhalb der fachtherapeutischen Disziplinen Interdisziplinarität herzustellen – mindestens genauso spielen die Schnittstellen zu Ärzten und Pflegetherapie eine immens wichtige Rolle.
Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es dem Rehateam ermöglichen eine qualitativ hochwertige, klientenzentrierte Behandlung zu kreieren. Neben den räumlichen Anforderungen bedarf es passgenauer und zielgerichteter Kommunikationsplattformen.
Um diesen Erfordernissen gerecht zu werden, unternimmt die BDH-Klinik Elzach im Rahmen der Reorganisation der Therapie seit Ende 2017 erhebliche Anstrengungen.

10.20 J. Muser: Zusammenarbeit von Pflegetherapie und Fachtherapien in der BDH-Klinik Elzach

Die OPS 8.552 Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation fordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die gemeinsame Dokumentation wochenbezogener Behandlungsergebnisse und die Festlegung von Zielen in wöchentlichen Teambesprechungen. Dabei sind neben dem Facharzt und den Neuropsychologen die Pflegetherapie sowie die Physio-, Ergotherapie und die Logopädie genannt. Die Zusammenarbeit dieser als hands-on-Professionen zusammenfassbaren Therapeuten erfordert Zusammenarbeit und enge Koordination auf der Basis von gezielter Kommunikation und dafür geeigneten Strukturen. Auf der Basis der Ergebnisse einer Organisationsanalyse wurde in einem Projekt die Organisation der Pflege umgestellt. In einem Folgeprozess wurde die Organisationsform der Fachtherapien angepasst und Konzepte für eine an die Erfordernisse angepasste Zusammenarbeit der Berufsgruppen entwickelt und umgesetzt.

10.40 Pause

11.10 I. Hempler: Standardisierung versus Flexibilität: Entwicklung und Implementierung eines Behandlungskonzepts für die neurologische Anschlussrehabilitation nach Schlaganfall (AOK-pro Reha Schlaganfall)

Die Behandlung nach Schlaganfall stellt hohe Anforderungen an eine qualitativ hochwertige medizinische Rehabilitation. Um diesen gerecht zu werden, fördert die AOK Baden-Württemberg das Projekt AOK-proReha, dessen Ziel es ist, ein evidenzbasiertes Behandlungskonzept für die Rehabilitation nach Schlaganfall (Phase D) zu erarbeiten. Die zentrale Herausforderung, die bei der Entwicklung zu lösen war, bestand darin, die einem Behandlungskonzept inhärente Standardisierung mit dem Anspruch einer individuellen Reha-Ziel- und Behandlungsplanung in Einklang zu bringen. Die Erarbeitung des Konzepts erfolgte in mehreren Schritten: zunächst wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, anschließend erhielten verschiedene, in der Neurorehabilitation tätige Professionen die Möglichkeit, das aktuelle Konzept auf einem Online-Diskussionsforum, auf mehreren Expertenworkshops sowie in Arbeitsgruppentreffen zu diskutieren und zu konsentieren.


11.30 M. Körner: Teamcoaching in der Reha (Projekt TopTeam)

Teamarbeit stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor der medizinischen Rehabilitation dar und kann durch Interventionen auf der Teamebene verbessert werden (z.B. Projekt „Patientenorientierte Teamentwicklung“ (PATENT). Das Projekt Top-Team zielt darauf ab, den im Projekt PATENT entwickelten Coachingansatz an TeamleiterInnen inter- und monoprofessioneller Rehabilitationsteams zu vermitteln. Basierend auf einer systematischen Literaturrecherche und einem Expertenworkshop wurde ein Training konzipiert, welches an zwei Tagen die Themen Rollenkonflikte, Auftragsklärung, Ziel- und Lösungsfindung sowie Ergebnissicherung beinhaltet. Im Rahmen der Studie werden in einem Mixed-Methods-Design sowohl Effekte als auch Wirkmechanismen des Trainings untersucht. Abschließend sollen die Ergebnisse in Form von Arbeitsmaterialien und Implementierungshilfen zur Verfügung gestellt werden

12.00 U. Immenschuh: last but not least- würdevolle Pflege ist Pflege an der Grenze und unverzichtbar

Nackt sein, krank sein, nicht mehr derselbe Mensch sein wie vor der Erkrankung, all dies sind schamauslösende Faktoren. Damit gehen alle Beschäftigten in der neurologischen Rehabilitation täglich um. Doch was ist Scham? Wie zeigt sie sich? Und was kann man tun, um überflüssige Scham zu vermeiden? Im einführenden Vortrag werden diese Grundlagen erläutert. Im anschließenden Workshop werden diese Erkenntnisse auf Alltagssituationen angewendet und Handlungsmöglichkeiten entwickelt.

12.30 Allgemeine Diskussion

13.00 Mittagspause

Die Workshops:
Neue Therapiemethoden in der neurologischen Rehabilitation

D. Müller/ Chr. Faure: Atmungstherapie

Durch die Zunahme der in ihren Krankheitsbildern komplexeren sowie multimorbideren Patienten ergeben sich für den Gesundheitssektor täglich wachsende Herausforderungen in der Patientenversorgung. Die Atmungstherapie zählt hierbei zu den bedeutendsten Behandlungsstrategien der neurologischen Frührehabilitation. Atmungstherapeuten stellen eine Verknüpfung zwischen diagnostischen Prozessen, der Pflege und der Therapie dar, sodass eine ganzheitliche Behandlung erreicht werden kann. Inzwischen sind Atmungstherapeuten als erfahrene Spezialisten in der Betreuung von Patienten mit (drohenden) respiratorischen Insuffizienzen unentbehrlich und steigern so die Versorgungsqualität. In diesem Workshop wird das Konzept der Atmungstherapeuten in der BDH-Klinik-Elzach vorgestellt und dessen Wirkung anhand praktischer Übungen mit verschiedenen Geräten und Hilfsmitteln verdeutlicht.

E. Schädlich: Transkranielle Elektrostimulation in der Ergotherapie

Nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren, wie tDCS (transkranielle Gleichstrom Stimulation), haben in den vergangenen Jahren in der Therapie neurologischer Erkrankungen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch gezielte Modulation der Erregbarkeit der motorischen Hirnrinde, kann die Motorik der betroffenen Hand gefördert werden. In Verbindung mit konventioneller Therapie kann das Reha-Ergebnis bei Patienten nach Schlaganfall verbessert werden. Inhalte des Workshops sind die Vorstellung von Rahmenbedingungen und Erfahrungen der tDCS-Behandlung kombiniert mit gerätegestützter Arm-Hand-Therapie in der BDH Klinik Elzach.


N. Lürmann: Schluckdiagnostik und -therapie

Schluckstörungen stellen für Patienten in der neurologischen Rehabilitation ein zentrales, bedrohendes und elementares Hindernis auf dem Weg zurück in den Alltag dar. Im interdisziplinären Rehateam nehmen die Schlucktherapeuten dabei die koordinierende, fachlich leitende Rolle ein. Das Vorgehen bei der Diagnostik und Therapie, sowie die Entscheidungswege und Optionen bei der Therapieplanung werden das Thema dieses Workshops sein. Wir wollen uns am konkreten Patientenbeispiel den Behandlungspfad ansehen und dabei auch ganz praktisch Handhabungen ausprobieren.

Die ReferentInnen

Christoph Faure
Stabsstelle Pflegedienstleitung
BDH-Klinik Elzach

Shiney Franz
Stipendiatin des BDH Bundesverband Rehabilitation

Isabelle Hempler
Institut für Medizinische Biometrie und Statistik
Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA)
Universitätsklinikum Freiburg

Ursula Immenschuh
Professorin für Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft
Gleichstellungsbeauftragte
Katholische Hochschule Freiburg

Miriam Körner
Privatdozentin, Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Freiburg

Nils Lürmann M.A.
Klinischer Linguist (BKL)
Fachverantwortlicher Sprach-, Sprech- und Schlucktherapie
BDH-Klinik Elzach

David Müller
Atemtherapeut
BDH-Klinik Elzach

Jürgen Muser
Pflegedienstleitung
BDH-Klinik Elzach

Eva Schädlich
Ergotherapeutin
BDH-Klinik Elzach

Dirk Veeser
Therapieleitung
BDH-Klinik Elzach

Claus-W. Wallesch
Ärztlicher Direktor
BDH-Klinik Elzach

 

Anmeldung

 
 

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Hinweis: Alle unsere Veranstaltungen sind kostenlos. Wir bitten deshalb um Anmeldung, weil uns dies die Planung wesentlich erleichtert (Vorbereitung der Veranstaltung, Ausfertigen von Teilnahmebescheinigungen). 

Die Anmeldung ist insofern nicht verbindlich, als dass Sie Ihre Anmeldung zu jedem Zeitpunkt zurückziehen können. 

 

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