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Neurorehabiliation auf hohem Niveau

18.10.2021

Die freigemeinnützige BDH-Klinik Elzach ist eine der ersten Adressen für neurologische Intensivmedizin und Frührehabilitation sowie weiterführende neurologische Rehabilitation mit einem umfassenden medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Angebot. Elzach ist der größte Einzelstandort für neurologische Frührehabilitation in Baden-Württemberg und bietet mit insgesamt 190 Betten ein kompetentes Rehabilitationsangebot für alle neurologischen Krankheitsbilder aller Schweregrade ab dem jungen Erwachsenenalter. Durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte und qualifiziertes therapeutisches und pflegerisches Fachpersonal garantiert die BDH-Klinik Elzach eine Behandlung auf hohem fachlichen Niveau. Der Stadtkurier sprach mit dem ärztlichen Direktor Prof. Dr. Christian Weimar über die aktuelle Behandlungssituation.

Frage: Sie haben kürzlich den Ergänzungsneubau, einen neuen Klinikabschnitt mit modernster Technik und Ausstattung für 52 weiterer Behandlungsplätze in Betrieb genommen. Welche neuen Möglichkeiten bietet der Ergänzungsneubau und wie gut ist er bereits ausgelastet?

Weimar: Wir konnten von Anfang an alle 52 Betten mit Patienten aus der Frührehabilitation belegen. Neben den schönen hellen Zimmern mit Blick auf Elzach haben wir dort modernste Beatmungs- und Überwachungsmöglichkeiten, sowie ein hochmotiviertes Pflege- und Therapeutenteam. Nach und nach nehmen wir nun auch die neuen Therapieräume im Neubau in Betrieb und
bauen unsere Diagnostikmöglichkeiten dort aus. Zeitgleich haben wir drei andere Station leergezogen, welche nun renoviert und auf den neuesten Stand gebracht werden können.

Frage: In der modernen Therapie spielen Roboter bzw. robotergestützte Behandlungen eine immer wichtigere Rolle. Über welche Roboter verfügt die BDH-Klinik Elzach und wie werden sie eingesetzt?

Weimar: Wir setzen vor allem mechanische Hilfsmittel zur körperlichen Entlastung der Mitarbeiter ein, also, wie z. B den Lifter oder Motomed. Daneben setzen wir aber auch auf Computerprogramme zum Training von neuropsychologischen Defiziten und den Einsatz von Roboter und sensorgestützten Geräten, die assistive und interaktive therapeutische Möglichkeiten bieten. Der Einsatz und die persönliche Motivation der Therapeuten und Pflegekräfte steht also nach wie vor im Vordergrund.

Frage: Die BDH-Klinik Elzach ist fest eingebunden in regionale Gesundheitsstrukturen wie dem Rehanetz am Universitätsklinikum Freiburg und arbeitet mit den umgeben den Akutkrankenhäusern, aber auch niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, ambulanten und stationären Pflegeanbietern zusammen. Wie gestaltet sich diese Kooperation konkret?

Weimar: Nach der Akutbehandlung von Hirn- oder Nervenerkrankungen sind viele Patienten noch nicht in der Lage eine Rehabilitation anzutreten, sei es weil sie noch beatmet werden müssen,
nicht schlucken können oder nicht mobil genug sind um sich (zumindest teilweise) selbst zu versorgen. Für sie gibt es neben Akutkrankenhäusern nur wenige spezialisierte Einrichtungen, in denen eine Entwöhnung von der Beatmung, Mobilisation sowie Schlucktraining durchgeführt werden kann. Wir nehmen daher aus ganz Südbaden solche Patienten aus Akutkliniken auf und behandeln diese über mehrere Wochen bis schließlich wieder eine eigentliche Rehabilitation möglich ist oder eher eine Entlassung in ein Pflegeheim sinnvoll ist. Daneben bekommen wir
natürlich auch Patienten von niedergelassenen Ärzten zur Rehabilitation zugewiesen und arbeiten bei der Entlass-Planung eng mit den weiterbehandelnden Ärzten zusammen.

Frage: Sie sind nicht nur deutschlandweit anerkannte Fachklinik für Neurorehabilitation, sondern auch für Beatmungs- und Intensivmedizin. Behandeln Sie auch Corona-Patienten, die der Intensivmedizin und künstlicher Beatmung bedürfen?

Weimar: Seit gut einem Jahr behandeln wir zunehmend schwer betroffene Corona-Patienten, welche zumeist mehrere Wochen auf Intensivstation verbracht haben und nun weiterhin vor allem unter Nervenausfällen und Atemproblemen leiden. Viele benötigen anfangs noch Beatmung und müssen erst langsam wieder lernen selbständig zu atmen. Anschließend lernen sie hier wieder
zu laufen und sich selbst zu versorgen.

Frage: Welche Auswirkungen haben die Corona-Verordnungen auf Ihren Klinikablauf und auf die Besuchsregelungen?

Weimar: Unsere Corona-Schutzmaßnahmen sind natürlich für alle Mitarbeiter und Besucher eine große Belastung. Durch die Impfung ist die Sorge vor einer Infektion zwar geringer geworden, das Risiko eines Ausbruchs bei unseren teils immungeschwächten Patienten besteht jedoch fort. Wir müssen daher sowohl unsere Patienten als auch (nicht geimpfte) Mitarbeiter vor einer Infektion schützen, so dass alle Vorsichtsmaßnahmen immer eine Gradwanderung darstellen.

Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der BDH-Klinik Elzach?

Weimar: Als Direktor liegt mir natürlich vor allem die Zufriedenheit und Qualifikation der Mitarbeiter am Herzen. Mit unserem gemeinnützigen Träger (BDH Bundesverband Rehabilitation e.V.) sind wir in der glücklichen Lage, auch für unsere Angestellten bestmögliche Arbeitsbedingungen in der Pflege, ärztlichem Dienst und Therapie anzubieten. So ist hier auch die Pflege Teil der Therapie, welche den ganzen Prozess bis zur Entlassung abdeckt. Da wir mit dem Neu- und Umbau bald in der Lage sind, unser Angebot an (Früh-)Rehaplätzen deutlich auszuweiten hoffe ich, dass wir mit der in Kürze geplanten Wiederinbetriebnahme der S-Bahn viele neue Mitarbeiter aus Freiburg und Umgebung gewinnen können.


Zeitungsartikel erschienen am 07.10.2021 im Stadtkurier

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

BDH-Klinik Elzach gGmbH
Am Tannwald 1–3
79215 Elzach 
Telefon 0 76 82 / 80 10 

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