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Feierliche Übergabe der BDH-Klinik Waldkirch an den BDH

05.04.2019

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Kapelle der BDH-Klinik Waldkirch. Am späten Vormittag des 4. April 2019 hatten sich dort viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jungen BDH-Klinik Waldkirch und zahlreiche geladene Gäste eingefunden, um den Übergang der BDH-Klinik Waldkirch an den neuen Träger, den BDH, zu feiern.

Professor Schmieg übergibt das Haus symbolisch vom RKK an den BDH

Der Bundesvorstand des neuen Trägers BDH war ebenso erschienen wie viele Vertreterinnen und Vertreter des Regionalverbundes kirchlicher Krankenhäuser, Vertreter der Kommunalpolitik und der Kostenträger. Der Übergang der BDH-Klinik Elzach vom BDH an den RKK wurde festlich begangen.

Schwester Rita, Provinzoberin der Kongregation der Franziskanerinnen e.V., trat zuerst an das Mikrofon und eröffnete den Wortgottesdienst. In ihren Beitrag, wie in andere Reden mischte sich neben Wehmut große Freude: das Krankenhaus in Waldkirch hat eine Zukunft! Die Pastoralreferentin Susanne Lindinger und die Diakonin Christine Biehrer erinnerten daran, dass die Kapelle während der langen Zeit der Raum gewesen ist, an dem viele Verzagte neue Hoffnung und neuen Mut gefunden haben. „Auch ihr, als die lebendigen Steine, baut euch zum geistlichen Haus“ wurde aus dem Petrusbrief zitiert. „Wir alle sind diese lebendigen Steine!“ rief Susanne Lindinger der Festgemeinde zu. Die Mitarbeitervertretung um Benedicte Franki hatte dieses Bild sinnfällig in ein Mosaik der BDH-Klinik Waldkirch aus bunten Glassteinen übersetzt, von dem die Besucher sich zum Ende eines mit nach Hauses nehmen durften. Nach den Fürbitten und einigen Liedern, darunter das von vielen aus vollem Herzen gesungene „Großer Gott wir loben dich“ war die Zeit für einige Reden gekommen.

Bekenntnis zum Füreinander zum Ehrenamt, zu einer Medizinkultur der Werte.

Anschließend war Zeit für einige Ansprachen. Ilse Müller, die Vorsitzende des BDH-Bundesverbandes, bekannte sich zu Menschlichkeit und Wertorientierung und wurde deutlich: „Brauchen wir Werte, um Krankenhäuser zu betreiben? Ja, das brauchen wir! Der persönliche Willen, die individuelle Würde, das Selbstbestimmungsrecht unserer Patienten müssen unser Handeln leiten, dürfen nicht verhandelbar sein und ausschließlich dem Kalkül der ökonomischen Optimierung unterworfen werden. Denn wir alle wissen, dass Werte dadurch transportiert werden, dass sie gelebt werden. Jede Gesellschaft muss sich fragen lassen, ob sie für das, was sie sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch zu bezahlen bereit ist. Sonst könnte es sein, dass eine Medizin, die unsere Selbstbestimmung und unsere Würde in ihr Zentrum stellt, eines Tages verschwunden ist.“
Sie danke allen, die sich dafür eingesetzt hatten, das Krankenhaus in eine gute Zukunft zu führen, vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die so lange ausgeharrt hatten.

Eine politische Entscheidung

Professor Heinzpeter Schmieg, der Aufsichtsratsvorsitzender des RKK, zu dem das Waldkircher Krankenhaus schilderte anschaulich den Widerstreit der Gefühle, den er bei der Fahrt nach Waldkirch erlebt habe. Er beklagte die Gesundheitspolitik, die das Konzept einer Kombination aus wohnortnaher medizinischer Grundversorgung und hochspezialisierten Angeboten aus Innerer Medizin und Endoprothetik nicht unterstützt habe. Diese politisch gewollte Entscheidung sei sehr schmerzhaft gewesen. Letztlich sei der BDH der Wunschpartner gewesen, der RKK habe das Krankenhaus nicht verkaufen, was man sehr wohl gekonnt hätte, sondern abgeben wollen. Der BDH sei Rahmenbedingungen das Konzept nicht gestärkt", so Schmieg, die Politik fördere Konzentrationsprozesse und die Schließung kleiner Krankenhäuser. Auch Verhandlungen mit den Kostenträgern seien für gemeinnützige Träger schwierig – "wir fühlen uns allein gelassen". Am Ende überwog Dankbarkeit. Schmieg schloß: Ich wünsche der BDH-Klinik Waldkirch mit Ihren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Herzen Gottes Segen und alles Gute für die Zukunft und für uns Gesundheitsdienstleister in der Raumschaft ein enges und vertrauensvolles Miteinander.“

„Wir haben das Potential!“

Bénedicte Franki, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, an deren unbeugsamer Beharrlichkeit und Hoffnung in den Zeiten der Ungewißheit sich viele unter den Mitarbeitern orientiert hatten, sprach als nächstes und griff das Bild eines sturmgebeutelten Schiffs auf. Sturm, Seegang und auch Seekrankheit hätten allen zu schaffen gemacht. Nun sei man im Hafen aber das wichtigste sei: Die Mitarbeiter könnten wieder ihren Berufen nachgehen und sich um Menschen kümmern. Sie gab den Ball an Daniel Charlton, dem neuen Geschäftsführer sowohl der BDH-Klinik Waldkirch als auch der BDH-Klinik Elzach weiter, der sich überzeugt zeigte, das Haus in die schwarzen Zahlen zurückführen zu können. Er zitierte Freiburgs Trainerlegende Volker Finke und sagte: "Hier steht der neue Trainer. Ich bin überzeugt von unserem Potenzial als Gemeinschaft und als Mannschaft".

Schlüsselübergabe

Heinzpeter Schmieg übergab daraufhin einen symbolischen Schlüssel an Ilse Müller. Beide enthüllten eine Tafel, die an die Feierstunde und den Übergang erinnern sollen und deren Text von Claudia Wegener und Bénédicte Franki vorgelesen wurde:

„Zukunft im Glauben heißt Vertrauen und im Vertrauen
bezeugt sich die Wirklichkeit dessen, worauf wir hoffen.
Das, was wir jetzt noch nicht sehen: Im Vertrauen beweist es sich selbst.“
Hebräer 11.1

Zur Erinnerung an den Übergang des ehemaligen Bruder-Klaus-Krankenhauses vom Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RkK) gGmbH an den BDH Bundesverband Rehabilitation e. V.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BDH-Klinik Waldkirch gGmbH schreiben die mehr als sechzigjährige Geschichte gemeinnützigen Handelns im Dienst der Nächstenliebe und der Menschlichkeit in diesem Haus fort.
Waldkirch, im April 2019

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

BDH-Klinik Elzach gGmbH • Am Tannwald 1–3 • 79215 Elzach • Telefon 0 76 82 / 80 10
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